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LDL-C-Zielwerte schneller erreichen – Kombinationstherapien im Fokus der aktuellen Leitlinien

Erhöhte LDL-Cholesterinwerte zählen zu den zentralen Treibern atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weil viele Patient:innen mit hohem oder sehr hohem kardiovaskulärem Risiko ihre LDL-C-Zielwerte nicht erreichen, reagiert das Focused Update 2025 der ESC/EAS-Leitlinie zur Dyslipidämie mit klaren Empfehlungen für eine frühere Intensivierung der Therapie. Ein aktueller Beitrag in Der Allgemeinarzt greift diese Entwicklungen auf und ordnet ihre Bedeutung für die haus- und fachärztliche Versorgung ein.



Frühe LDL-C-Zielwerterreichung als prognostischer Faktor

LDL-Cholesterin (LDL-C) gilt als kausaler Treiber der Atherosklerose. Zahlreiche Studien zeigen, dass jede nachhaltige LDL-C-Senkung das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse proportional reduziert.1,2 Neben dem Ausmaß der LDL-C-Reduktion rückt zunehmend auch der Zeitpunkt der Zielwerterreichung in den Fokus. Beobachtungsdaten nach Myokardinfarkt zeigen, dass eine frühe und anhaltende Erreichung des LDL-C-Zielwertes mit einem geringeren Risiko kardiovaskulärer Folgeereignisse assoziiert ist.3 Entsprechend formuliert das ESC/EAS-Leitlinienupdate Dyslipidämie das Prinzip „the sooner, the lower, the better“.4

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ESC/EAS 2025: Kombinationstherapien früher einsetzen

Das Focused Update 2025 der ESC/EAS-Leitlinie zur Dyslipidämie betont insbesondere nach akutem Koronarsyndrom erstmals klar die Bedeutung einer frühzeitigen Intensivierung der lipidsenkenden Therapie.4 Neben niedrigen LDL-C-Zielwerten rückt damit auch der Weg dorthin stärker in den Fokus. Empfohlen wird eine zeitnahe Kontrolle der LDL-C-Werte nach vier bis sechs Wochen sowie eine strukturierte Therapieeskalation, wenn der Zielwert nicht erreicht wird. Gerade bei Patient:innen mit sehr hohem kardiovaskulärem Risiko kann eine frühzeitige lipidsenkende Kombinationstherapie entscheidend sein.


Literatur:

  1. Ference BA et al. Eur Heart J. 2017; 38:2459–2472.
  2. Baigent C et al. Lancet. 2010; 376:1670–1681.
  3. Schubert J et al. Eur Heart J. 2024; 45:4204–4215.
  4. Mach F et al. Eur Heart J. 2025; 46:4359–4378.

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