Die erfolgreiche und nachhaltige Senkung des LDL-C-Werts und die damit verbundene Reduktion kardiovaskulärer Risiken hängen entscheidend von der konsequenten Einnahme der verordneten Medikation ab. Doch viele Patient:innen kämpfen im Alltag mit der Therapietreue. Erfahren Sie, welche zentralen Herausforderungen bestehen und wie moderne Therapieansätze und digitale Gesundheitsanwendungen die Therapietreue wirksam unterstützen können.
In diesem Artikel zur Förderung der Therapietreue im Lipidmanagement erfahren Sie mehr über:
Die unterschätzte Variable: Therapietreue im Lipidmanagement
Ein effektives Lipidmanagement ist ein Grundpfeiler der kardiovaskulären Prävention.1 Die Verordnung potenter LDL-C-senkender Therapien legt zwar das Fundament, doch der langfristige klinische Erfolg wird maßgeblich von einer oft unterschätzten Variable mitbestimmt: der Therapietreue der Patient:innen.2 Insbesondere bei asymptomatischen, chronischen Erkrankungen wie der Dyslipidämie erweist sich die Adhärenz als kritische Schwachstelle im Behandlungsverlauf.3 Neben zahlreichen anderen individuellen Faktoren kann das fehlende unmittelbare Krankheitsempfinden der Betroffenen die Motivation für eine disziplinierte, dauerhafte Medikamenteneinnahme untergraben und die Tür für Therapieabbrüche öffnen4 – mit direkten Konsequenzen für das kardiovaskuläre Risiko.5
Schlüsselfaktoren für eine optimierte Therapietreue
- Empathische Kommunikation: Etablierung einer tragfähigen Beziehung zwischen Ärzt:innen und Patient:innen als Fundament.
- Patient:innenmotivation: Gezielte Förderung der intrinsischen Motivation durch evidenzbasierte Gesprächsführung.
- Therapievereinfachung: Reduktion der Komplexität.
- Digitale Begleitung: Nutzung validierter Gesundheits-Apps zur Stärkung von Routine und Selbstmanagement.
Kommunikation als Intervention: Den Therapieerfolg im Dialog sichern
Die Basis der Therapietreue beginnt im Sprechzimmer. Sie als Hausärztin oder Hausarzt sind der entscheidende Akteur, um Patient:innen zu aktiven Partner:innen ihrer Behandlung zu machen. Eine strategische, empathische Kommunikation ist hierbei keine Kür, sondern eine durch klinische Erfahrungen gestützte Intervention.6
Motivational Interviewing7: Diese Gesprächstechnik transformiert den ärztlichen Monolog in einen kooperativen Dialog. Indem Sie die Perspektive und die intrinsischen Ziele der Patient:innen erfragen, fördern Sie deren Eigenverantwortung. Das Ergebnis ist eine Motivation, die von innen kommt und weit über die nächste Konsultation hinauswirkt.
Strukturierte, effiziente Dialoge: Zeit ist im Praxisalltag eine knappe Ressource. Doch bereits wenige, gezielte Minuten können entscheidend sein. Ein gut gegliederter Austausch über die Logik der Therapie, die individuellen Ziele und mögliche Hürden schafft eine robuste Vertrauensbasis und beugt Missverständnissen vor.
Feedback als Verstärker8: Die Visualisierung von Laborparametern ist ein hochwirksames Instrument. Indem Sie den Patient:innen die positive Entwicklung ihrer LDL-C-Werte aufzeigen, machen Sie den Therapieerfolg greifbar. Dieses datengestützte Feedback validiert die Anstrengungen der Patient:innen und stärkt die Selbstwirksamkeit nachhaltig.
Komplexität reduzieren: Der strategische Wert der Therapievereinfachung
Neben der kommunikativen Ebene beeinflussen vor allem praktische Faktoren die Therapietreue. Die bei Patient:innen mit hohem bzw. sehr hohem kardiovaskulären Risiko weit verbreitete Polypharmazie resultiert oft in komplexen und damit tendenziell fehleranfälligen Medikationsschemata. Polypharmazie gehört, neben anderen Faktoren, zu den medikationsspezifischen Barrieren für die Adhärenz.9
Eine wirksame Strategie zur Förderung der Therapietreue ist daher die konsequente Reduktion der Komplexität. Fixdosiskombinationen (Single-Pill Combinations) sind hier ein zentraler Baustein: Die Zusammenführung mehrerer Wirkstoffe in einer einzigen Tablette reduziert die tägliche Tablettenlast, minimiert das Risiko von Einnahmefehlern und kann die Therapietreue im Langzeitverlauf erhöhen.10
Digitale Unterstützung: Lipidmanagement und die MyTherapy-App
Mit über 10 Millionen Nutzer:innen gehört MyTherapy zu den führenden Apps für digitales Medikamentenmanagement.11 Gemeinsam mit MyTherapy unterstützt Daiichi Sankyo ab sofort alle Patient:innen, die das Medikament Nustendi® einnehmen. Das spezifische Modul zielt darauf ab, die Therapietreue zu stärken und so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.12
Das bietet die kostenlose App:
- Hilfreiche Erinnerungsfunktionen (z. B. für die tägliche Einnahme oder ein Folgerezept)
- Gesundheitsdaten-Tracking (z. B. LDL-C-Wert, Blutdruck, uvm.)
- Praktische Gesundheitstipps und motivierende Impulse
- Intuitives, einfaches Einrichten
- Datenschutz nach europäischen Standards
Ein weiterer Vorteil: Die Grundfunktionen von MyTherapy können für alle weiteren Medikamente der Patient:innen genutzt werden – egal ob Blutdrucksenker, Antidiabetika oder andere Therapien.

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Literatur:
- Mach F et al. Eur Heart J. 2025; ehaf190.
- Fernandez-Lazaro CI et al. BMC Fam Pract. 2019; 20:132.
- König W et al. Clin Res Cardiol 2024; 113:812–821.
- Osterberg L, Blaschke T. N Engl J Med. 2005; 353:487–497.
- Liberopoulos EN et al. Expert Opin Drug Saf. 2008; 7:717–725.
- Karalis DG. Curr Opin Lipidol. 2023; 34:252–258.
- Almansour M et al. J Taibah Univ Med Sci. 2023; 18:1170–1178.
- Benner JS et al. Pharmacoeconomics. 2004; 22 Suppl 3:13–23.
- Kvarnström K et al. Pharmaceutics. 2021; 13:1100.
- Weisser B et al. Eur Heart J Cardiovasc Pharmacother. 2025; 10:686–693.
- MyTherapy-App. Verfügbar unter: https://www.mytherapyapp.com/de.
- Jones LK et al. J Am Heart Assoc. 2025; 14:e037530.
Foto: iStock/pocketlight 2168161595
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