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Herausforderungen bei der LDL-C-Reduktion: Warum es oft zusätzlichen Therapieoptionen bedarf

Zahlreiche Studien zeigen, dass ein Großteil der Patient:innen mit ihrer bisherigen lipidsenkenden Therapiestrategie die empfohlenen LDL-Cholesterinwerte nicht erreicht – insbesondere Patient:innen mit hohem oder sehr hohem kardiovaskulärem Risiko.1–4 Neben einem unzureichenden Ansprechen auf die eingesetzten Cholesterinsenker, z. B. auf Statine, trägt auch mangelnde Adhärenz dazu bei, dass die LDL-Cholesterin-Zielwerte nicht erreicht werden.2,3 Ohne eine adäquate LDL-C-Reduktion haben Patient:innen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.2,3

Risikopatient:innen erreichen ihren LDL-C-Zielwert meist nicht

Viele Patient:innen mit hohem oder sehr hohem kardiovaskulärem Risiko erreichen ihren LDL-C-Zielwert trotz lipidsenkender Therapie nicht.1–4 Die Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) geben je nach Risikoeinschätzung unterschiedliche Werte vor:2,3

Kardiovaskuläres Risiko

LDL-C-Zielwert

Hoch

Mind. 50 % LDL-C-Reduktion gegenüber dem Ausgangswert

UND

< 70 mg/dl (< 1,8 mmol/l)

Sehr hoch

< 55 mg/dl (< 1,4 mmol/l)

In der SANTORINI-Registerstudie wurden LDL-C-Werte von Patient:innen mit hohem oder sehr hohem kardiovaskulärem Risiko in 14 europäischen Ländern prospektiv erhoben. In Deutschland verfehlten 78,6 % dieser Patient:innen ihren LDL-C-Zielwert trotz lipidsenkender Therapie.1

Die globale INTERASPIRE-Registerstudie – der aktuelle internationale Nachfolger von EUROASPIRE – untersuchte Patient:innen nach koronaren Ereignissen in 35 Ländern und 6 Kontinenten.4 Dabei erhielten mehr als 70 % der eingeschlossenen Patient:innen eine Statin-Therapie. Nur 38,1 % der Patient:innen mit hohem Risiko und 17,5 % der Patient:innen mit sehr hohem Risiko erreichten trotz lipidsenkender Therapie den für sie zutreffenden LDL-C-Zielwert und bei 66,3 % wurde keine Therapieanpassung vorgenommen.4

Mangelnde Adhärenz unter Statinen

Statine sind der Goldstandard in der Behandlung der Hypercholesterinämie und werden eingesetzt, um das Risiko für verschiedene Folgeerkrankungen zu reduzieren. Ein Problem der Statin-Therapie stellt die niedrige Adhärenz dar, häufig aufgrund von Nebenwirkungen.5 Etwa die Hälfte der Patient:innen bricht eine Statin-Therapie bereits im ersten Behandlungsjahr ab.6 Auch Patient:innen mit hohem kardiovaskulärem Risiko zeigen niedrige Adhärenz-Raten. Eine aktuelle Analyse in Deutschland zeigte, dass nach 36 Monaten nur 20,6 % der Patient:innen ihre Statin-Therapie persistierend weiterführten.7

Empfehlung: Die LDL-Senken Patient:innenseite

Auf der Patient:innenseite finden Sie informative Materialien, zum Beispiel Broschüren und Checklisten, für Ihre Patient:innen rund um das Thema LDL-Cholesterin.

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Effektive LDL-C-Senkung benötigt

Für die kardiovaskuläre Gesundheit ist eine effektive Senkung des LDL-Cholesterins notwendig und erfordert mitunter zusätzliche lipidsenkende Maßnahmen, wie der Kardiologe Dr. Vogtmann schildert.

Studien zeigen deutlich einen Bedarf an zusätzlichen, einfach anzuwendenden und gut verträglichen Therapieoptionen auf, um die empfohlenen LDL-Zielwerte zu erreichen und damit das kardiovaskuläre Risiko der betroffenen Patient:innen zu verringern.


Referenzen:

  1. Stürzebecher PE et al. Dtsch Med Wochenschr. 2023;148(9):55–64.
  2. Mach F et al. Eur Heart J. 2025;00(1):1–20.
  3. Laufs U et al. Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. Dyslipidämien. Focused Update der 2019 Leitlinien für das Management von Dyslipidämien. Version 2025. Abrufbar unter: herzmedizin.de/fuer-aerzte-und-fachpersonal/dgk/leitlinien/leitlinien-katalog/pocket-leitlinie-dyslipidaemien-focused-update-2025 (letzter Zugriff: April 2026).
  4. Brandts J et al. Eur J Prev Cardiol. 2025:zwaf388.
  5. Bradley CK et al. J Am Heart Assoc. 2019;8(7):e011765.
  6. Krähenbühl S et al. Drugs. 2016;76(12):1175–1190.
  7. Koenig W et al. Clin Res Cardiol. 2024;113(6):812–821.